©Sebastian Bolesch
Sa, 16/03/2019, 20:00 Uhr
Performance

Continu


Sasha Waltz

mit Werken von Iannis Xenakis, Edgar Varèse und Claude Vivier

Sasha Waltz & Guests nimmt im Rahmen des 25. Jubiläums die Choreographie »Continu« wieder auf: Das 2010 bei den Zürcher Festspielen uraufgeführte Stück von Sasha Waltz schafft ein eindringliches Spannungsfeld choreographischer, musikalischer und bildnerischer Energieströme. Gemeinsam mit ihren 24 Tänzer*innen entwirft sie eine zweiteilige, raumgreifende, größtenteils abstrakte Choreographie, die wichtige Impulse aus den beiden großen Museumsprojekten von 2009 aufgreift: der künstlerischen Inauguration des Neuen Museums von David Chipperfield in Berlin und des MAXXI von Zaha Hadid in Rom. Die aktuelle Fassung integriert in den Anfang das Schlagzeug-Solo »Rebonds B« von Iannis Xenakis, das von der Schlagzeugerin Robyn Schulkowsky live gespielt wird.

Die Gruppendynamik, das Verhältnis Einzelner zueinander und zur Gruppe sowie der Ritus standen im Fokus der damaligen Recherche von Sasha Waltz. »Continu« steht auch für die Kontinuität der nicht enden wollenden Kräfte der Natur. In der Werkgeschichte der Choreographin ist das Stück ein wichtiger Schritt hin zu ihrer Interpretation des »Sacre« von Igor Strawinsky, die 2013 entstand und im kommenden Juni erstmals an der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden Berlin zu sehen ist.

Das musikalische Zentrum von »Continu« bildet das epochale sinfonische Orchesterwerk »Arcana« von Edgar Varèse, umgeben von weiteren Kompositionen des Künstlers, sowie von Iannis Xenakis und Claude Vivier. Vor fast 100 Jahren hatte Varèse – visionär wie kein anderer Komponist seiner Zeit – die Zusammenführung von künstlerischen und wissenschaftlichen Inhalten gefordert. Im Zusammenhang mit »Arcana« kann man von Transformation sprechen, von Veränderung, von Aufbruch. Dabei geht es jedoch weniger um Alchemie als um heftige Vulkanausbrüche in der Nacht. Es ist die prometheische Versuchung Varèses, den Kosmos in den Klängen und durch die Klänge zu besitzen:

»Ein Stern ist höher als alle anderen. Es ist der Stern der Apokalypse; der zweite Stern ist der des Aszendenten, der dritte ist der der Elemente, und deren sind ihrer vier, sodass sechs Sterne feststehen. Neben diesem gibt es noch einen weiteren Stern, die Phantasie, die einen neuen Stern erschafft.«

https://www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_276245.html

  • Dauer: 2h
  • Haus der Berliner Festspiele
  • Schaperstr. 24, Berlin
  • Ticketpreis: 16 - 42€
  • Kartenvorbestellung: +49 30 254 89-100
  • Ticketverkauf