Die Stadt ohne Juden © Filmarchiv Austria
Fr, 29/03/2019, 20:00 Uhr
Diskurs / Workshop / Performance

Stadt ohne Juden


MaerzMusik 2019

“Today’s right-wing demagogues show how language and rhetoric can be used to whip up hatred. This film got there before them. Hopefully it can help us think about where we’re going wrong.”
Olga Neuwirth

Ein einzigartiges Dokument mit einer einzigartigen Geschichte: Der Stummfilm „Die Stadt ohne Juden“ regt zu tiefem Nachdenken an, über historische Zeit, über die Blindheit der Zeitgenossenschaft, über unsere Gegenwart und Zukunft selbst. Auf dem gleichnamigen „Roman von übermorgen“ des jüdischen Schriftstellers und Journalisten Hugo Bettauer (1872 – 1925) basierend, wurde der Film 1924 in Wien gedreht. Irritierend prophetisch zeigt er – nur 15 Jahre vor den Novemberpogromen – den eskalierenden Antisemitismus seiner Zeit und die Verarmung einer Stadt nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Das Werk war nur in einer fragmentarischen Version erhalten, bis es 2015 auf einem Pariser Flohmarkt wiederentdeckt wurde. Aus Anlass der Veröffentlichung der neu restaurierten Fassung hat die österreichisch-jüdische Komponistin Olga Neuwirth (*1968) eine neue Filmmusik geschrieben, die vom Wiener Ensemble PHACE live gespielt wird.

  • Hugo Bettauer (Lesung): »Die Stadt ohne Juden« Ein Roman von übermorgen (1922)
  • Hans Karl Breslauer (Film): »Die Stadt ohne Juden« Stummfilm nach einem Roman von Hugo Bettauer (AUT 1924)

Ensemble PHACE

Alfred Reiter, Klangregie
Nacho de Paz, Leitung
Samuel Finzi, Sprecher (Lesung)

https://bit.ly/2snGz90

  • Haus der Berliner Festspiele
  • Schaperstr. 24, Berlin
  • Bemerkungen zum Ort: Große Bühne