So, 24/02/2019, 20:00 Uhr
Konzert / Performance / Musiktheater / Oper

EchoChamberMusic


Ein szenisches Konzert von DieOrdnungDerDinge

Wer in der Echokammer sitzt, hört nicht viel, das Wenige aber enorm verstärkt. In sozialen Medien ergeht es uns ganz ähnlich: wir bekommen die eigene Meinung hundertfach gespiegelt und erfahren sie dadurch verstärkt. Die Gegenstimmen aber verstummen im Algorithmus. Dieser Effekt in den sozialen Netzwerken trägt den Namen des Raumes akustischer Verstärkung: Echokammer.
Gemeinsam mit der Klangkünstlerin Cathy van Eck sucht das experimentierfreudige Quartett DieOrdnungDerDinge mit assoziativer Leichtigkeit und Humor nach Querverbindungen und Parallelen zwischen akustischen, medialen und musikalischen Aspekten des Echo-Phänomens.
In welchen Echokammern des Alltags sitzen wir fest? Welcher Algorithmus lässt sich dafür schreiben? Wie könnte der klingen? Und lässt sich mittels eines Algorithmus ein Konzert programmieren, das genau den Vorlieben des Publikums entspricht?
Als musikalisches Material dienen dem Ensemble zeitgenössische Kompositionen, die überwiegend für EchoChamberMusic in Auftrag gegeben wurden, um das Echo zum Klingen zu bringen. DieOrdnungDerDinge greift aber auch auf die Echomotivik der Renaissance- und Barockmusik zurück, die den Nachhall bereits vor vielen Jahrhunderten als Inspirationsquelle für Kanon und Fuge nutzte. Zudem ist der griechische Mythos um Echo und Narziss für das Konzertprogramm philosophischer Assoziationsraum.
Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat sich das Ensemble DieOrdnungDerDinge auf die Gestaltung und Erprobung eines Repertoires an der Schnittstelle von Konzert, Performance und Theater spezialisiert. Gemeinsam entwickeln die vier Musiker*innen originelle Präsentationsformen, die für ihr Konzert-Setting den Raum und szenische Aktionen mitdenken: musikalische und performative Phantasie stehen gleichberechtigt nebeneinander und Konzert und Inszenierung verschränken sich. DieOrdnungDerDinge war mit seinen Produktionen u.a. beim Transparent Sound Festival in Budapest, im Guggenheim Museum Bilbao, aber auch im Züricher Schauspielhaus und dem Gare du Nord Basel zu Gast.

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  • Klosterstraße 44, Berlin
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