Sina Lynn Sachse
Sa, 10/11/2018, 20:00 Uhr
Konzert / Performance

Autorenmusik II

SchriftstellerInnen und KomponistInnen haben für das phonetisch-musikalische SprachKunstTrio sprechbohrer neue Stücke geschaffen, die im »zwischenreich von musik und sprache« (Hans G Helms)) angesiedelt sind – zwischen Lautpoesie und Sprachmusik, Performance und kompositorischer Erforschung der Sprechwerkzeuge.
Dank den Förderern Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturamt der Stadt Köln sowie dem Kooperationspartner Lettrétage. Kuratoren: Harald Muenz & Florian Neuner
https://www.lettretage.de/programm/aktuelles-programm/?event_id1=5212
www.sprechbohrer.de

  • Christian Filips: »ʋoˈka:ɫdʁɛkʰ! - Eine rheinische Kirmesphonetik in fünf Sätzen« (UA)

sprechbohrer

Sigrid Sachse, Stimme
Harald Muenz, Stimme
Georg Sachse, Stimme

Versuch einer rheinischen Kirmesphonetik: Rheinische Kirmestänze B.A. Zimmermann, Algorithmus des Kölner phonetischen Codes, Zitate von Karl Küpper, Gesänge aus der Stunksitzung, Ravels Bolero, aus persönlichen Gesprächen mit den sprechbohrern.

  • Neo Hülcker: »Bei unserer Höhle dahinten« (UA)

... als ich 7 Jahre alt war, 1994. Dieses kindliche Sprechen von damals erschien mir bei heutigem Hören sehr musikalisch und voller schöner sprachlicher und performativer Seltsamkeiten und ich beschloss mit diesem besonderen Material zu komponieren.

  • Barbara Köhler: »… wie ein Ei dem anderen: (Vom Gleichen, ab ovo)« (UA)

Eine Etüde zur Grammatik von sprechbohrer. Menschen, die (womöglich) das Gleiche meinen, können das unterschiedlich sagen. Stimmen, die das Gleiche sagen, unterscheiden sich – und es.

  • Swantje Lichtenstein: »jugular verflossen. stück für drei stimmen & diverse fische« (UA)

Die polyphone Rhythmik der Fischgesänge bzw. -signallaute bilden die Grundlage des Sprechstücks, das eine Referenz zu den Klang-Körper-Verbindungen des Komponisten Vinko Globokar aufruft. Ein Versuch die Sprachlichkeit anderer Spezies ernst zu nehmen

  • Florian Neuner: »Versumpfung - Hommage à Hans Bahlow«

Hans Bahlow's Deutschlands geographische Namenswelt frei erfunden, »limnophiler Unfug«. Mich hat das obsessiv einer fixen Idee folgende originelle Machwerk dazu angeregt, die »Versumpfung« der Namenswelt sprachmusikalisch nachzuvollziehen.

  • Roman Pfiefer: »Noise Study«

eine Art dreistimmigen Geräusch-Synthesizer.

https://www.lettretage.de/programm/aktuelles-programm/?event_id1=5212

  • Einführung: Florian Neuner
  • Dauer: 01:15h, Pausen: keine Pause
  • Lettrétage
  • Mehringdamm 61, Berlin
  • Ticketpreis: Eintritt frei