Sa, 16/02/2019, 19:00 Uhr
Konzert

Musik der Dringlichkeit


René Wohlhauser zum 65. Geburtstag

„Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen.“ Dieses Zitat von Arnold Schönberg belegt eindrücklich, daß Künstler im Grunde vom Schicksal Getriebene sind, die sich ihre Kunst nicht aussuchen, sondern die ausgesucht werden, um etwas zu vollbringen, was vollbracht werden muß.
„Ein Buch sucht sich seinen Autor“. Dieses geflügelte Wort aus der Literaturszene kann ebenso für die Komponisten gelten. Ein zu komponierendes Werk sucht sich seinen Komponisten aus. Dieser hat sich als Medium zur Verfügung zu stellen und das Werk nach den Vorgaben der Inspiration oder Intuition zu komponieren. Die erlernte Kompositionstechnik kann ihm dabei helfen, diese Aufgabe zu erfüllen, so wie ein Architekturstudium einem Architekten hilft, seine Bauten solide zu konstruieren. Die erlernte Technik kann aber nicht die Inspiration und die Phantasie ersetzen.
„Le feu sacré“, das heilige Feuer, das im Innern eines jeden schaffenden Künstlers brennt bzw. brennen muß, versinnbildlicht die Leidenschaft und ist die Voraussetzung dafür, daß alle notwendigen Kräfte mobilisiert werden, um den schöpferischen Prozeß voranzutreiben und ein Kunstwerk hervorzubringen, das zu bewegen und zu berühren vermag.
Das „Ensemble Polysono“ aus Basel ist spezialisiert auf die Aufführung anspruchsvoller zeitgenössischer Musik und unternimmt jedes Jahr Tourneen durch die Schweiz und einige größere Städte in Europa (u.a. Basel, Bern, Zürich, München, Berlin, Wien, London). Die Programme enthalten sowohl Uraufführungen als auch Wiederaufführungen qualitativ erstklassiger und relevanter Werke. Im Zentrum der Programme stehen immer innovative Ideen und Konzepte, die ihre Spannung aus der dialektischen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen ästhetischen Standpunkten beziehen. „Die Vielfalt der Klänge als Programm, das ist schon so etwas wie der Leitfaden des Ensembles Polysono. Diese Basler Formation fällt immer wieder auf mit farbigen und kontrastreichen Programmen.“ (Schweizer Radio DRS, 17.2.2011.)

  • René Wohlhauser: »Duometrie« für Flöte und Baßklarinette (1985/86)
  • René Wohlhauser: »Rachearie« für Sopran und Klavier, aus der Oper "Gantenbein" (2004)
  • René Wohlhauser: »Je me sens un salaud« für Sopran, Bariton, Baßflöte, Baßklarinette, Violine, Violoncello und Klavier, aus der Oper „L’amour est une duperie“ (2014)
  • René Wohlhauser: »Charyptin« für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello, aus dem Oratorium „Der Marakra-Zyklus“ (2010)
  • René Wohlhauser: »Duo für Klarinette und Klavier« für Klarinette und Klavier (2014/2018, UA)
  • René Wohlhauser: »Quartett« für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello (2018, UA)
  • René Wohlhauser: »Geworf’ne Akrobaten« für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello (2018, UA)

Ensemble Polysono

Christine Simolka, Sopran
Tatiana Timonina, Flöte
Andriy Bandurin, Klarinette
Maria Ten, Violine
Vladislav Smirnov, Violoncello
René Wohlhauser, Bariton und Klavier, Dirigent

„Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen.“ Dieses Zitat von Arnold Schönberg belegt eindrücklich, daß Künstler im Grunde vom Schicksal Getriebene sind.

www.renewohlhauser.com

  • Dauer: 01:30h, Pausen: Keine Pause.
  • Elias-Kuppelsaal
  • Göhrener Straße 11, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen