Promo, Kurt Rade, Marc Pallman, Joseph Blough, Camae Ayewa
Fr, 02/11/2018, 18:30 Uhr
Konzert / Performance

Irreversible Entanglements / Moor Mother & Roscoe Mitchell


A look back to the future of African-American music

Irreversible Entanglements.
Irreversible Entanglements ist ein Beispiel dafür, wie entschlossene Kräfte einander finden und sich gegenseitig verstärken. Alle Beteiligten bewegen sich kreativ-expressiv wie sozial und politisch engagiert in multiplen Zusammenhängen. Saxofonist Keir Neuringer, Poetin Camae Ayewa und Bassist Luke Stewart kennen sich von verschiedenen selbstorganisierten basisdemokratischen Aktionen in Philadelphia. Zusammen reisten sie im April 2015 nach Brooklyn, um an der Manifestation „Musicians Against Police Brutality“ teilzunehmen. Direkt nach ihnen spielte ein Duo Trompete und Drums, bestehend aus Aquiles Navarro und Tcheser Holmes. Getrieben von dem damals hochkochenden „bunch of heart-wrenching racist shit“ und ihren gemeinsamen musikalischen und politischen Interessen verabredeten sie sich. Neuringer organisierte ein Studio in Brooklyn, wo sie ein paar Monate später an einem Nachmittag das erste Mal zu fünft zusammenspielten. Daraus entstand das Album „Irreversible Entanglements“, das 2017 gemeinschaftlich vom Don Giovanni Label aus New Jersey und International Anthem aus Chicago herausgebracht wurde. Free Jazz trifft auf die gnadenlos ehrlichen Verse der Poetin Camae Ayewa aka Moor Mother. Das Ganze hat enorme (weltweite) Katapultwirkung und trifft einen vitalen Nerv.
Moor Mother & Roscoe Mitchell: The Black Drop
Die wortgewaltige Poetin, Spoken-Word-Künstlerin, Musikerin und Aktivistin Camae Ayewa stellt sich entschlossen gegen Etikettierung, Stigmatisierung, Verzerrung, Entstellung und Reduzierung jedweder Art. Sie kommt den Taten und Auswirkungen von Sklaverei und Rassismus im Bodensatz und Nerv des täglichen Lebens in multiplen kreativ-expressiven Zusammenhängen auf die Spur, macht die Traumata zugänglich und erzeugt mit widerständiger und viszeraler Beschwörung Kraftschübe zur Vermittlung ihrer Botschaften. Das gilt gleichermaßen für ihre musikalische Arbeit wie auch für ihr Engagement in der sozialen Gemeinschaft. Als Moor Mother treibt sie frei zwischen Rap, Punk, Noise und Jazz und stimmt mit aller Konsequenz in den Kanon afroamerikanischer Bürgerrechtler*innen ein, packt die Geschichte der afrikanischen Diaspora bei den Wurzeln und überführt sie in afrofuturistischer Manier in eine dystopische Zukunft. Mit zu den diesjährigen Höhepunkten des Jazzfest Berlin gehört die erstmalige Begegnung mit dem sich immer neu erfindenden Kreativgeist und Pionier Roscoe Mitchell. „Black Drop“ verspricht ein kreatives Spannungsfeld der besonderen Art.

Irreversible Entanglements

CAMAE AYEWA AKA MOOR MOTHER, vocals
KEIR NEURINGER, alto saxophone
AQUILES NAVARRO, trumpet
LUKE STEWART, double bass
TCHESER HOLMES, drums

Moor Mother & Roscoe Mitchell

ROSCOE MITCHELL, saxophone
CAMAE AYEWA AKA MOOR MOTHER, vocals, electronics

The Black Drop. World premiere

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  • Haus der Berliner Festspiele
  • Schaperstr. 24, Berlin
  • Bemerkungen zum Ort: Große Bühne
  • Ticketpreis: € 15 – 55 / ermäßigt € 8 – 28