Andreas Dzialocha
Di, 11/09/2018, 18:30 Uhr
Diskurs / Workshop

Perspektivwechsel #5


präsentiert von field notes und EIGEN + ART Lab

Künstler*innengespräch mit

Neo Hülcker und Andreas Dzialocha / Y-E-S-Kollektiv

Annkathrin Kluss und Johanna Bruckner / EIGEN + ART Lab

In der nächsten Ausgabe des Perspektivwechsels soll es um die Wechselwirkung zwischen Produktion und Verbreitung künstlerischer Arbeiten in der digitalen respektive analogen Welt gehen. Diese oft als Gegensätze empfundenen Sphären bieten gerade in ihrer Verschränkung Möglichkeiten für alternative und neue Darstellungs- und Handlungsformen. Zu dem Gespräch sind Neo Hücker und Andreas Dzialocha des Berliner Y-E-S-Kollektivs eingeladen sowie Annkathrin Kluss, Johanna Bruckner und Adam Harvey, die Arbeiten im Rahmen der Ausstellung »Nomadic Bodies« im EIGEN + ART Lab präsentieren.

Als Antwort auf den klassischen Verlag gründete das Y-E-S-Kollektiv der jüngsten Berliner Künstler*innengeneration letztes Jahr die Onlineplattform y-e-s.org für alternative Verbreitungs- und Darstellungsformen ihrer Werke. Hier können Partituren veröffentlicht werden, die über Notentext und reine Musik hinausgehen: Werke ohne feste Formvorgaben, Anleitungen zum Nachahmen oder Stücke, die als Spiele oder multimedial funktionieren. Zum einjährigen Bestehen wird am 29. und 30. September aus »virtual« »reality«: Die ersten 12 auf y-e-s.org veröffentlichten Arbeiten werden zur Aufführung gebracht. Das Y-E-S-Fest ist ein Fest und kein traditionelles Showcase-Festival, bei dem der soziale Aspekt des Zusammenkommens und des Austausches im Vordergrund stehen.

Die Künstler*innen der Ausstellung »Nomadic Bodies« zeigen diskursive Perspektiven auf die menschliche Subjektivität sowie die derzeitige Beziehung zwischen dem Digitalen und dem menschlichen Körper. Ihre Arbeiten dokumentieren Formen des menschlichen Widerstandes, zwischen der totalen Ökonomisierung und der Präsenz des Internets. Johanna Bruckner zeigt in ihren Filmen und Videoinstallationen anhand von Performer*innen, dass wir in komplexen Kreisläufen aus Ökologie, Algorithmen, Technologie und vernetzter Realität gefangen sind. Annkathrin Kluss´ Arbeiten verhandeln Identitätskonstruktionen unter Einfluss von Digitalität, Technologie und Ökonomie sowie die daraus resultierende Selbstwahrnehmung und -darstellung. Adam Harvey untersucht die gesellschaftlichen Auswirkungen der vernetzten Datenanalyse mit Schwerpunkt auf Computer Vision, digitalen Bilderwelten und Anti-Überwachung.

Perspektivwechsel: Bei den Dialogveranstaltungen lädt field notes Literat*innen, Philosoph*innen und Bildendende Künstler*innen ein, mit Komponist*innen über Gemeinsamkeiten und Differenzen des künstlerischen Schaffens zu sprechen.

Die Getränke sind kaltgestellt und wenn es das Wetter zulässt, wird auf dem Hinterhof angestoßen.

»Nomadic Bodies«
EIGEN + ART Lab (Torstraße 220, 10115 Berlin)
Eröffnung: 07.09.2018, 17 Uhr
Ausstellung: 07.09.–20.10.2018

https://www.facebook.com/events/267203397397568/?notif_t=plan_user_associated¬if_id=1533203159486135

  • EIGEN + ART Lab
  • Torstraße 220, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen / Hörbehinderung / kognitive Einschränkungen
  • Ticketpreis: Freier Eintritt