Mi, 23/01/2019, 20:00 Uhr
Konzert

KAPmodern


Tief ist der Brunnen der Vergangenheit

„Die Verankerung menschlicher Gegenwart in der Tiefe des Vergangenen“: Thomas Manns Brunnen, mit dem sein Joseph-Roman beginnt, birgt den Urschatz, aus dem alles Neue entsteht. Dort hinab, in dunkle Klangtiefen, steigt Wuorinens Trio; nach oben strebt Lang in der Toccata zur Wandlung in der Messe, denn, wie Jesus sprach beim Abendmahl: „Brot wird zu Leib“. Kagel ergründet augenzwinkernd den eigenen Nachlass auf Wiederverwertbares (und wird fündig), während Huber mit dem archaischen Symbol des Pfluges tief gräbt, um in memoriam Nono eine Beschwerde zu formulieren, gespielt auf einem historischen Instrument. Die Musik der 1919 geborenen Ustwolskaja führt in Extrembereiche, die man erlebt haben konnte, wenn man vor 100 Jahren in Russland zur Welt kam. Heute kann man sie nachhören.

  • Galina Ustwolskaja: »Komposition Nr. 2« für Piccolo, Tuba, Klavier (1972-1973)
  • Charles Wuorinen: »Trio für Bassposaune, Tuba, Kontrabass« (2002)
  • Mauricio Kagel: »Aus dem Nachlass« für Viola, Violoncello und Kontrabass (Auszüge) (1981-1986)
  • Klaus Lang: »Toccata per l'elevazione« für Flöte, Posaune, Tuba, Viola, Violoncello, Kontrabass (2005)
  • Klaus Huber: »Plainte in memoriam Luigi Nono« für Viola d'amore solo (1990)

https://kammerakademie-potsdam.de/event/kapmodern/tief-ist-der-brunnen-der-vergangenheit/

  • Dauer: 02:00h
  • Nikolaisaal Potsdam
  • Wilhelm-Staab-Straße 10-11, Potsdam
  • Bemerkungen zum Ort: Nikolaisaal Foyer
  • Barrierefreiheit: motorische Einschränkungen
  • Ticketpreis: 15 €
  • Kartenvorbestellung: 0331 - 28 888 28
  • Ticketverkauf