Mi, 15/08/2018, 21:00 Uhr
Musiktheater / Oper

Skull ark, upturned with no mast


mikromusik festival

Welche Dimensionen des Wortes "Privatsache" stehen eigentlich im Raum, wenn extreme äußere Bedingungen das Dasein bestimmen? Dies fragten sich Clara Iannotta und Anna Kubelik, als sie auf ein frappierendes Naturereignis stießen. In einem Artikel lasen sie von zwei Garnelen, die als Larven in einen Gießkannenschwamm gespült wurden. Fixiert im Inneren des Schwamms wuchsen die Garnelen auf, erhielten dort alle notwendigen Nährstoffe und lebten ihr (ungewöhnlich langes) Leben in unfreiwilliger Abgeschlossenheit von der Außenwelt. Die Frage wäre nun: wird ein solcher Zustand als natürlich empfunden, wenn er bereits im frühesten Entwicklungszustand eines Lebewesens eintritt? Oder erwirken vererbte Instinkte ein wie auch immer geartetes Bewusstsein von der erzwungenen Einschränkung des natürlichen Verhaltensspektrums und lösen Widerstandsimpulse aus? Eingeklemmt in die Strukturen einer raumgreifenden Skulptur simulieren in Iannottas Musiktheater vier Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen die widersprüchlichen Umstände einer fast vollständigen Einschränkung privater (Instinkt-)Bedürfnisse und fragen nach verbliebenen Handlungsmöglichkeiten in Zuständen absoluter Isolation.
Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Kooperation mit der whiteBOX.art München, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Elektronisches Studio der TU Berlin
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Eingeklemmt in die Strukturen einer raumgreifenden Skulptur simulieren in Iannottas Musiktheater vier Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen die widersprüchlichen Umstände einer fast vollständigen Einschränkung privater (Instinkt-)Bedürfnisse.

www.berliner-kuenstlerprogramm.de

  • daadgalerie
  • Oranienstraße 161, Berlin
  • Barrierefreiheit: motorische Einschränkungen
  • Ticketpreis: Freier Eintritt, begrenzte Plätze, Reservierung empfohlen
  • Kartenvorbestellung: Reservierung unter: bkp.berlin@daad.de