Georges Aperghis © Xavier Aperghis
Do, 22/03/2018, 20:00 Uhr
Konzert

Migrants


MaerzMusik – Festival für Zeitfragen

A piece about the disappearances of our times, the people going missing right now …
Georges Aperghis

Georges Aperghis’ (1945) neues Werk für zwei Stimmen und großes Ensemble, „migrants“, geht ein Risiko ein. Indem es die unsäglichen menschlichen Tragödien zur Sprache bringt, die sich täglich in Europa und an seinen befestigten Küsten abspielen, betritt der griechische Emigrant, der heute in Frankreich lebt, ein Terrain, das nur wenige Komponistinnen wählen. „Ich möchte nicht nur den ertrunkenen Körpern ein Gesicht geben, die an Europas Küsten angespült werden, sondern auch der großen Zahl der Lebenden, die ohne Identität durch Europa irren, ohne offiziell als lebendig anerkannt zu werden“, schreibt Aperghis.

Der Abend mit dem Ensemble Resonanz verbindet zwei Kompositionen, die sich dem Verschwinden und den Verschollenen in unserer Zeit widmen. Kann „zeitgenössische Musik“ eine angemessene Sprache finden, um über Enteignung, Verschwinden, Tod zu reflektieren – während diese sich ereignen?

  • Leoš Janáček / Johannes Schöllhorn: »Zápisník zmizelého / Tagebuch eines Verschollenen« bearbeitet für Kammerorchester von Johannes Schöllhorn (1917-1919/2017, UA)
  • Georges Aperghis: »migrants« In drei Sätzen für zwei Stimmen und großes Ensemble (Texte von Joseph Conrad und Textfragmente von Geflüchteten) (2017/18, UA)

Ensemble Resonanz

Agata Zubel, Sopran
Christina Daletska, Mezzosopran
Emilio Pomàrico, Leitung

https://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/maerzmusik/programm_mm/mm18_programm_gesamt/mm18_veranstaltungsdetail_238122.php

  • Philharmonie, Kammermusiksaal
  • Herbert-von-Karajan-Str. 1, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen / Hörbehinderung / kognitive Einschränkungen