Mi, 14/02/2018, 20:00 Uhr
Konzert

In Darkness let me dwell…


KAPmodern – Musik aus der Dunkelheit

Still und starr ruht die Seele. O süße Melancholie! Nicht bloß ein Stimmungstief, sondern ein höherwertiges Leiden an Mensch und Welt besang Dowland 1608 in dem Song „In Darkness let me dwell“. Ein grübelnder Mensch, ein Stundenglas, hinten winkt der Sensenmann, das kennt man von Bildern. Ferneyhough zählt dazu das „Bone Alphabet“ auf, Filideis Nachtgestalten trommeln den Trauerritus. Im Dunkeln werden die Sinne scharf, so hat es die Evolution eingerichtet. Auch das Hören weitet sich in neue Dimensionen. Nachts im Konzertsaal, ohne Licht: Haas‘ Quartett „In iij. Noct.“, in Erinnerung an die Karfreitagsmusik Gesualdos. Bauckholt bringt „Humus“ als dunklen Urgrund des Seins zum Klingen und Szmytka in „electrified memories of bloody cherries“ das Treiben lichtscheuer Vampire.

18.00 Uhr Vortrag „Seeing, Hearing“ von Marcella Lista (Kunsthistorikerin und Kuratorin der Abteilung Neue Medien, Centre Pompidou, Paris)
Einstein Forum, Am Neuen Markt 7 (Eintritt frei)

  • Carola Bauckholt: »Humuas« für Bassflöte, Bassklarinette, Horn, 6 Orgelpfeifen, Staubsauger (2011)
  • Jagoda Szmytka: »electrified memories of bloody cherries« für verstärktes Ensemble aus Klarinette, E-Gitarre, Violoncello, Kontrabass, Klavier, Percussion (2011)
  • Francesco Filidei: »I funerali dell´anarchico Serantini« für 6 Spieler und Tisch (2005)
  • Brian Ferneyhough: »Bone Alphabet« für Percussion solo (1991/92)
  • Georg Friedrich Haas: »3. Streichquartet "In iij. Noct."« (2001)

http://kammerakademie-potsdam.de/event/kapmodern/in-darkness-let-me-dwell-musik-aus-der-dunkelheit/

  • Dauer: 02:00h
  • Nikolaisaal Potsdam
  • Wilhelm-Staab-Straße 10-11, Potsdam
  • Bemerkungen zum Ort: Foyer
  • Ticketpreis: 15
  • Kartenvorbestellung: 0331 / 28 888 28
  • Ticketverkauf