Igor Chepikov
Do, 18/01/2018, 20:00 Uhr
Konzert / Performance / Musiktheater / Oper / Klangkunst

This is not a Swan Song


Ein Musiktheater über das Ende

„Endlich wird man meine Musik spielen“ – das sollen die letzten Worte von Hector Berlioz gewesen sein, laut einer Sammlung letzter Worte vieler Berühmter und Unbekannter. Denn das Ende ist faszinierend und es lauert überall: seien es aussterbende Arten, nicht mehr entzifferbare Sprachen oder sicher geglaubte Gewissheiten.
THIS IS NOT A SWAN SONG nähert sich, ausgehend von der Metapher des Schwanengesangs, assoziativ und vielschichtig dem Ende. Ein Chor singt in halluzinatorischen Visionen die letzten Worte aus Jüngers Sammlung. Anna Pavlova tanzt zum letzten Mal den sterbenden Schwan. Ein Lied in der ausgestorbenen Sprache der Tasmanier erklingt. Ein automatisches Akkordeon spielt wie von Geisterhand.
Die elektro-akustische Musik verbindet elektronische Klänge mit E-Gitarre, eigenwilligem Schlagwerk, unorthodox klingenden Saiteninstrumenten und einem achtstimmigen Chor, der singt, zischt, und die letzten Worte bis zum Ende des Atems faucht. Tiefe elektronische Drones verleihen dem Stück eine jenseitige Atmosphäre. Der Perkussionist und Lichtkünstler Michael Vorfeld spielt dabei auf selbst entworfenen vielsaitigen Monochorden und Perkussionsinstrumenten. Ausschnitte seiner Kollektion aussterbender Glühlampen und Kodak Carousel Diaprojektoren sind nicht nur Teil des Bühnenbilds, ihre Stromkreise und Betriebsgeräusche werden als feines Elektronenflickern hörbar in die Musik eingewoben.

"So wurde man immer weiter in einen Sog von Bildern und Assoziationen gezogen. […] Als der Bass so stark aufgedreht wird, dass man ihn im ganzen Körper spürt, kann man sich dem Erlebnis nicht mehr entziehen."
choices Köln

"In solch tollen Momenten dieses Abends verbinden sich Klang, Bühnenbild und Performance zu abstrakten, brüchigen und schimmernd jenseitigen Bildern."
Süddeutsche Zeitung

  • Marion Wörle, Maciej Sledziecki: »THIS IS NOT A SWAN SONG« ein Musiktheater über das Ende (2017)

gamut inc +

Marion Wörle, Elektronik, künstlerische Leitung
Maciej Sledziecki, Gitarre, künstlerische Leitung
Michael Vorfeld, Perkussion, Glühlampen
Jordan Rountree, Performance
Leslie Dunton-Downer, Libretto
Antoine Daurat, Chorleitung
Gina Walter, Sopran
Dominika Kocis, Sopran
Sophie Catherine, Alt
Dora Osterloh, Alt
Marcelo de Souza Felix, Tenor
Lorenz Rommelspacher, Tenor
Thorbjörn Bjornssonn, Bass
Johannes Wedeking, Bass
Robert Nacken, Klangregie

Ein Chor singt letzte Worte Verstorbener. Eine Kreatur kauert am Ende der Zeit. Anna Pavlova tanzt den sterbenden Schwan. Ein Lied erklingt in einer ausgestorbenen Sprache. Das Ende kann kommen.

www.gamut-ensemble.de

  • Dauer: 01:00h, Pausen: nein
  • Bemerkungen zum Datum und Uhrzeit: weitere Aufführung am 20.10.2018, gleicher Ort und Zeit
  • Ballhaus Ost
  • Pappelallee 15, Berlin
  • Ticketpreis: 15€ / 10€ ermäßigt
  • Kartenvorbestellung: 030 44 049 250
  • Ticketverkauf