© Mauro Samba
Di, 12/12/2017, 19:00 Uhr
Konzert / Performance

Am Himmel wandre ich… Indianerlieder Karlheinz Stockhausen


Festival Tanzen vor Weihnachten – 5 Jahre Acker Stadt Palast

1972 komponierte Karlheinz Stockhausen das “ALPHABET für Liège”, ein vierstündiges Werk mit 13 Situationen, indessen akustische Schwingungen Materie und Lebewesen modulieren. Eine dieser 13 Situationen hat “keine spezielle funktion”: ein Duett für Singstimmen, benannt nach Anfang des Textes: “Am Himmel wandre ich…” (Indianerlieder)
“Am Himmel wandre ich…” kann von 2 Frauenstimmen, 2 Männerstimmen oder 1 Frauen- und einer Männerstimme aufgeführt und je nach Stimmlage transponiert werden. Das Werk ist als musikalisch-szenische Einheit komponiert. Die Interpreten sitzen sich im Schneidersitz auf einem Teppich gegenüber und jede Bewegung ist genau notiert. Vom Rhythmus der Augenlieder zum ekstatischen Tanz. Die Sänger sollen diese Musik nur dann aufführen, wenn sie sich vollkommen mit dem identifizieren können, was sie singen. Sie haben viel Freiheit in der Gestaltung des Tempos, der Dynamik, der zahllosen Wiederholungen, der unbestimmten Namen, der ungewöhnlichen Laute, der Fermaten und der Pausen.
Die zwölf Perioden des großen Zyklus gehen nahtlos ineinander über, mit nur einer Tonhöhe in der ersten bis zu allen 12 verschiedenen Tonhöhen in der letzten Periode- wie die Windungen einer Spirale vom einsamen “Am Himmel wandre Ich einen Vogel begleitend” bis zum letzten “Sie/Er ist heilig geworden Ich bin heilig geworden”. Der gesungene Text ist, ähnlich der früheren Werke “Momente” oder “Stimmung”, eine Mischung aus Gedichten, onomatopoetischen Lautbildungen, von Interpreten frei zu wählenden “ungewöhnlichen Lauten” und “beliebigen Namen”, von Zwischenrufen, freien intimen Texten, einem frei erzählten Märchen - das von Tönen handelt - , Namen oder rein klanglichen Vokal-und Konsonantbildungen. Es handelt sich um zwölf kurze Gedichte, Sprüche oder Gebete aus der ‘American Indian Prose and Poetry’ Anthologie (herausgegeben von Margot Astrov), also Sprüche, die von amerikanischen Indianern gesprochen und wahrscheinlich auch gesungen wurden. Darum der Untertitel “Indianerlieder”.

  • KARLHEINZ STOCKHAUSEN

Anna Clementi, Stimme
Nicholas Isherwood, Stimme

Das Werk ist als musikalisch-szenische Einheit komponiert. Die Interpreten sitzen sich im Schneidersitz auf einem Teppich gegenüber und jede Bewegung ist genau notiert. Vom Rhythmus der Augenlieder zum ekstatischen Tanz.

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  • Acker Stadt Palast
  • Ackerstraße 169/170, Berlin
  • Barrierefreiheit: motorische Einschränkungen
  • Ticketpreis: 13,-/ 8,- Euro
  • Kartenvorbestellung: karten[at]ackerstadtpalast.de
  • Ticketverkauf