Do, 07/09/2017, 20:00 Uhr
Konzert

Orchestra MusicAeterna


Musikfest Berlin

Als Klassikrebell machte er Furore, mit seinem Orchester MusicAeterna erzeugt er das, was die Künste am Leben hält: Kontroversen. Die Laufbahn von Teodor Currentzis ist so ungewöhnlich wie ihre ästhetischen Resultate. Die Studien, die er in seiner Heimatstadt Athen begann, setzte er in St. Petersburg bei Ilja Musin, dem Doyen der russischen Dirigierschule, fort. Danach blieb er in Russland, übernahm als GMD in Nowosibirsk faktisch die Verantwortung für den Kern des Musiklebens in der größten Stadt Sibiriens. Dort gründete er MusicAeterna mit doppelter Zielrichtung: historische Musik im Originalklang und Musik des 20. Jahrhunderts. Er nahm das Ensemble mit nach Perm, wo er seit 2011 amtiert, und führte es von dort zu einer erstaunlichen internationalen Karriere. In seinem Musikfest-Programm treffen sich alte und neue Musik in Wolfgang Amadeus Mozart und seinem „Requiem“. György Ligetis „Lux aeterna“ bringt den Raum selbst zum Klingen und bricht dadurch seine Endlichkeit auf. Henry Purcell und Alfred Schnittke transzendieren liturgisch eingebundene Texte in die Sphäre der Kunst, Schnittkes „Konzert für Chor“ nach Texten des alten armenischen Mystikers Gregor von Narek überspannt mit seiner Polystilistik die Zeiten von der Gregorianik bis zur Musik eines Ligeti oder Penderecki. Im Angesicht der Ewigkeit verflüchtigen sich die Grenzen zwischen dem, was war, dem, was ist, und dem, was sein kann.

  • Henry Purcell: »I will sing unto the Lord« für fünfstimmigen Chor und Basso continuo (vor 1679)
  • Henry Purcell: »Remember not, Lord, Our Offences« für fünfstimmigen Chor und Basso continuo (ca. 1680-82)
  • Henry Purcell: »Hear my prayer, O Lord« für achtstimmigen Chor und Basso continuo ( für achtstimmigen Chor und Basso continuo)
  • Sergej Tanejew: »Johannes von Damaskus« 2. Satz „Doch ob der Leib in Schlaf versenkt“ für Chor a capella (1884)
  • Igor Strawinsky: »Credo« für Chor a capella (1932, rev. 1964)
  • Knut Nystedt: »Immortal Bach« für Chor a capella (1988)
  • György Ligeti: »Lux Aeterna« für 16-stimmigen gemischten Chor a capella (1966)
  • Alfred Schnittke: »Drei geistliche Gesänge« für Chor a capella (1983/84)
  • Alfred Schnittke: »Ich, der ich um die menschlichen Leidenschaften weiß« aus dem Konzert für Chor, 2. Satz (1984/85)
  • Wolfgang Amadeus Mozart: »Requiem« für gemischten Chor und Orchester KV 626 d-Moll (1791)

Orchestra MusicAeterna
Chorus MusicAeterna
Teodor Currentzis, Leitung
Julia Lezhneva, Sopran
Catriona Morison, Mezzosporan
Thomas Cooley, Tenor
Tareq Nazmi, Bass
Vitaly Polonsky, Einstudierung

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  • Einführung: 19 Uhr
  • Philharmonie
  • Herbert-von-Karajan-Str. 1, Berlin
  • Barrierefreiheit: Sehbehinderung und Blindheit / motorische Einschränkungen / kognitive Einschränkungen