Fr, 22/09/2017, 18:00 Uhr
Konzert / Performance / Improvisation

OSMO *Premiere*


Eine installative Performance für Streichquartett, Raum und Bewegung

Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. (Elias Canetti) Ein Streichquartett Beethovens trifft auf eine Installation trifft auf Publikum. Die Performance OSMO bewegt sich dabei genau auf der Schnittstelle von Choreographie, Installation und Musik, die klassische Trennung zwischen den Disziplinen, zwischen Zuschauern und Performern verschwimmt. Die Komposition Beethovens wird dem klassischen Kulturgenuss enthoben und an ein interdisziplinäres Format angeschlossen. Auf diese Weise wird ein neues Potential, ein Spannungsfeld von Be- und Entgrenzung, entfaltet, das den späten Arbeiten Beethovens bereits immanent ist. Eine eigens für den Raum geschaffene Installation lässt für die Zuschauer nicht nur das Hörerlebnis immer wieder neu definieren, sondern verstrickt sie auch als performativ Handelnde. Die Bewegungen des Publikums durch den Raum werden seismographiert und in Sounds umgewandelt. Immer wieder fordern diese Sounds das intime Zusammenspiel des Streichquartetts innerhalb der Installation heraus, und möglicherweise beeinflussen sie auch die Bewegungen der Besucher. Die Zuschauer iniitieren somit einen osmotischen Prozess und sind zugleich Teil des Ganzen. Lassen sich eigenes und fremdes Handeln angesichts digitaler, also äußerer Einflussnahme, noch unterscheiden? Und sind durch die Wechselwirkung von Beeinflussen und Beeinflusst-Werden Rückschlüsse auf gesellschaftliche Prozesse möglich? Konzept / Regie Sebastian Blasius Mit Sonar-Quartett Raum Ralf Ziervogel Sound Björn SC Deigner

  • Ludwig van Beethoven

Sonar Quartett

Susanne Zapf, Violine
Woiciech Grabowski, Violine
Nikolaus Schlierf, Viola
Cosima Gerhardt, Violincello
Sebastian Blasius, Konzept / Regie
Ralf Ziervogel, Raum
Björn SC Deigner, Sound

http://www.uferstudios.com/

  • Dauer: 4h
  • Uferstudios
  • Uferstr. 8, Berlin